Inhaltsübersicht: krisen-kommunikation.de
„...Ein negatives Image in der Öffentlichkeit kann die Existenz der chemischen Industrie gravierend beeinträchtigen, ja sogar gefährden“
(Hermann Josef Strenger, Ex-Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, in: RES OECONOMICA 11/88)
Der Mensch ist es in erster Linie, der durch fehlerhaften oder sorglosen Umgang mit Technik Krisen für Mensch
und Umwelt auslöst. Risk-Management hat deshalb in allererster Linie die Aufgabe, Störungen des Betriebsablaufes
zu vermeiden oder so zu gestalten, dass möglichst kein Schaden für Mensch oder Umwelt entsteht. Ausgelöste
Schäden sind so weit und so schnell als möglich zu minimieren. Der planmässige Betriebsablauf ist rasch wieder
herzustellen. Hierfür ist eine effektive Notfall-Organisation erforderlich.
Issues-Management ist eine interdisziplinäre, strategische Aufgabe, die neben technischem Fachwissen auch
gesellschaftsrelevante Kenntnisse benötigt. Es dient dem Unternehmen als Frühwarnsystem, als Radar oder als
Leuchtturm: es leistet die permanente Analyse und Bewertung aller für das Unternehmen relevanter Fakten und
gibt Orientierungshilfe, bevor es zur Krise kommt.
Unabdingbar ist dabei die aktive und zielgerichtete Krisen-Kommunikation. Wo über Risiken und Krisen falsch
oder nicht informiert wird, entstehen Zerrbilder. Verzerrte Vorstellungen von Risiken und Gefahren erzeugen Angst
in der Gesellschaft. Angst lähmt unternehmerische Aktivitäten und führt zur Schaffung neuer Normungen und
Regelwerke.
Das Unbehagen der meisten Menschen an Wissenschaft, Technik und Unternehmenskrisen hat vielfach seinen
Ursprung in falscher oder missverständlicher Information. Immer dann, wenn die Informationen für den einzelnen
nicht mehr verständlich, nicht nachvollziehbar oder nicht durchschaubar sind, verursachen sie Schrecken, Ängste,
Vorbehalte und längerfristiges Misstrauen. Der Bürger/Betroffene benötigt Informationen, die es ihm ermöglichen,
die Bedeutung des Ereignisses und seine Auswirkungen selbst beurteilen (interpretieren) zu können - oder sich
der Hilfe von Vertrauten zu versichern, die für ihn die fachliche "Übersetzungsarbeit" leisten.
Da die meisten Informationen heute aus den Medien stammen, haben diese eine besondere Bedeutung für den
Erfolg und die Effizienz des Krisenmanagements. Medientraining hilft den Führungskräften aus Unternehmen die
Ihnen nicht vertraute Welt der Medien und der Journalisten zu verstehen und ihren Ansprüchen gerecht zu werden.
Corporate Reputation hat den Anspruch, Glaubwürdigkeit und Akzeptanz für ein Unternehmen zu bewahren -
trotz der belästigenden oder bedrohenden Folgen eines unerwünschten Ereignisses (Brand, Explosion, Gaswolke,
Wasserverschmutzung, Bodenkontamination, Transportunfall, Produktskandal, usw.).
Wenn Unternehmenskommunikation als integrierte Komponente des Krisenmanagements verstanden und genutzt
wird, können öffentlichkeitsrelevante Folgeschäden vermieden, vermindert oder gemildert werden. Die Krise kann
dann in Richtung Verständnis mitgestaltet werden - das ist das Optimum im Krisenfalle! Dies beinhaltet auch die
angemessene Kommunikation nach der akuten Krise.
Die Krise ist im Chinesischen mit dem Begriff "wei-ji" geprägt: sie enthält nicht nur die Gefahr sondern auch die
Chance. Diese ist zur Krisenbewältigung unverzichtbar!
Nutzen Sie die angebotenen Impulse für Ihre Arbeit. Wenn wir Ihnen behilflich sein können, lassen Sie uns das wissen!