Herbstwind
abends herrscht nun strenge kühle
erste fröste bringt die nacht
langsam, schleichend, wie ich fühle
hat der wind den herbst gebracht
letzte scheue sonnenstrahlen
täuschen späten sommer vor
doch der wald beginnt zu kahlen
schau ich hoch am baum empor
auf den wegen liegt das laub
einst voll frische ausgetrieben
wird es nun zu feinem staub
von den stürmen aufgerieben
vögel zieht es in die ferne
in die welt zieht stille ein
mancher wandelt nun sehr gerne
ist mit laub und wind allein
die sich freuen ob der tage
und sich still besinnen lassen
können nach des sommers plage
hier nun neue kräfte fassen
wie zum beispiel manches kind
wenn es froh den herbst erwartet
es hört auf den ruf vom wind
wenn es seinen drachen startet
Manfred Hürth