Sommerabend
ein sommertag entgleitet
es herrscht ein mildes licht
von ruhe sanft begleitet
kein lüftchen regt sich nicht
ein kornfeld auf dem hügel
steht still in mildem glanz
bald hebt ein wind die flügel
und bittet sanft zum tanz
in einem tale rinnend
sucht sich ein bach den weg
umfließt ganz langsam, sinnend
einjeden stein und steg
das obst in durst'gen bäumen
drängt sich die zweige voll
es fängt bald an zu träumen
wann es wohl fallen soll
ein bauer scheint zu warten
er schaut beschaulich zu
dann geht er aus dem garten
und findet bald zur ruh
auch jegliches gefieder
und alle blütenpracht
legt sich zum schlafe nieder
es dunkelt und wird nacht
und auf den tiefen frieden
fällt kühl ein regen still
er hat's bis jetzt vermieden
weil er nicht stören will
Manfred Hürth